Biohof Svensteen - wo gibts denn so was noch?

(Werbung ohne Auftrag und unbezahlt)

Biohof Svensteen

Es gibt sie noch: die kleinen Wunder. Ich habe eines gefunden in der Nähe von Glücksburg. Ein Biolandhof mit freilaufenden Hühnern, Angler-Sattelschweinen und vielen wilden Blumen. Bei unserem ersten Besuch füllt Andrea gerade den Hofladen mit frischem Gemüse auf, ich bin begeistert. Ich bekomme Biolebensmittel, als wäre ich mal eben in meinem Garten unterwegs gewesen und hätte frisch geerntet. Über dem Hofladen wohnt eine Marderfamilie. Das Fleisch stammt von den eigenen Schweinen. Andrea erklärt uns, wo wir welche Tiere finden und wir drehen unsere Runde. Ab 11 Uhr gibt es im Hofcafé Kuchen im Weckglas, Mittagessen oder auch etwas zu trinken. Alles ist Selbstbedienung. Man fühlt sich wie zu Hause, wenn man die Schubladen für das Besteck öffnet oder Eis aus dem Kühlschrank nimmt. Während meine Tochter Bionade schlürft, läuft ein Huhn um uns herum.

Andrea hatte uns erzählt, dass es für die Kinder besonders interessant ist, zur Fütterung der Tiere vorbei zu kommen. Wir haben also dort Kaffee und Kuchen genossen und durften dann mit unserer Tochter dabei sein, als Andrea die Tiere füttert. Andrea kennt jedes Tier mit Namen, man spürt eine tiefe Verbundenheit mit den Tieren und dem Hof. Sie erzählt die Geschichte vom Schwein Lotta, genauso wie sie wahrscheinlich von fast jedem Sattelschwein weiß, woher es kommt und was es bereits erlebt hat. Unsere Tochter darf mit der Kinderschubkarre Heu aufladen, die Schafe füttern, Körner an die Hühner verteilen und für uns Eltern ist es einfach wunderbar, hier zuzuschauen. Andrea erzählt während der Fütterung noch viel über die Schweine, das Futter, das Bioland-Siegel und vieles mehr.

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Ganz erstaunlich finde ich nicht nur, dass sie seit über 30 Jahren Vegetarierin ist, sondern auch, dass Andrea nicht den leichten und gewinnorientierten Weg nimmt, sondern tatsächlich den zum Wohle von Mensch und Tier.  Wo gibt’s denn so was noch? So lernen wir, dass die männlichen Ferkel der Sattelschweine hier auf dem Hof gar nicht kastriert werden. Während der Fütterung werden einige Sattelschweine einzeln mit der Hand füttert. Dies sind Tiere, die sonst nicht genug Futter ergattern würden. Alles erscheint aufwändig und zeitintensiv, und die Verbindung zwischen Tier und Mensch ist deutlich zu sehen und zu spüren. Für einige Tiere die aus verschiedensten Gründen auf dem Hof „einfach“ leben dürfen, können Patenschaften übernommen werden. Wenn ihr mehr über eine Patenschaft wissen wollt, gibt es hier mehr Informationen.

 Fotoquelle: Andrea Gabriel

Fotoquelle: Andrea Gabriel

Wir laufen weiter, vorbei an einem hohlen Baumstumpf, der am Feldrand steht, indem ein Bienenvolk leben darf. Der Honig wird nicht geerntet, sondern den Bienen als Energiereserve gelassen. Direkt neben dem Baumstumpf stehen herrlich gelbe Blumen, die den Bienen als „Futter“ dienen.

 

Wir lernen unglaublich viel an diesem Tag und keine unserer Fragen bleibt unbeantwortet. Selbst unsere kleine Tochter ist so fasziniert, dass sie wissen will, warum die Schweine einen Knopf im Ohr haben. Die letzte Futterstation ist dann auf der Obstbaumwiese, dort steht ein alter, rot-weiß gepunkteter Wohnwagen, in dem die Hühner wohnen. Sogar eine Wimpelkette flattert idyllisch daneben.

 

 Fotoquelle: Andrea Gabriel

Fotoquelle: Andrea Gabriel

Nach Authentizität sucht man in der heutigen Welt immer mehr. Aber bei Andrea auf dem Hof Svensteen gibt es sie noch. Wenn ihr hier in der Nähe lebt oder Urlaub macht, unterstützt diesen wunderbaren Ort. Für die Tiere können Patenschaften übernommen werde, Kindergeburtstage, Schulklassen oder Kindergärten können hier (nach Absprache) den Hof erleben. Sogar das Fleisch der Angler-Sattelschweine könnt ihr unter Tel.: 04631/ 5476366 oder unter erlebnis@biohof-svensteen.de bestellen und euch nach Hause schicken lassen. Oder macht es einfach wie wir, wir haben unseren Bedarf an Eiern, Fleisch und Gemüse vom Hofladen erworben und waren für den leckeren Kuchen und Kaffee im Hofcafé.

 

 

Hier findet ihr den Hof: Biohof Svensteen, Svensteen 8, 24960 Munkbrarup

www.biohof-svensteen.de

Fotoquelle: Andrea Gabriel


Fragen und Antworten von Andrea für euch:

1. Warum haben die Schweine einen Knopf im Ohr?

Sollte ein Schwein einmal einen Spaziergang machen wollen und den Weg nach Hause nicht finden können, kann ein Mensch versuchen, die Nummer auf dem Knopf zu lesen, sie dem Ordnungsamt melden und dann wird das Zuhause des Schweines mit Glück entdeckt und das Schwein darf wieder nach Hause kommen. Zuchtschweine haben eine besondere Nummer auf dem Knopf, die sie als besonders wertvoll beim Zuchtverband ausweist.

2. Warum müssen Eber überhaupt kastriert werden?

Eber müssen nicht unbedingt kastriert werden. Viele Menschen in Deutschland essen das Fleisch der Eber nicht gerne, weil es einen besonderen Geschmack hat, welcher nach der Kastration verschwindet. In anderen Ländern kennen Menschen diesen Geschmack und essen das Fleisch der Eber. Den Ebern auf dem Biohof Svensteen wird Topinambur als Futter angeboten…..gutes, abwechslungsreiches Futter sowie ein entspanntes Leben sind ein besonderes Geschenk für die Eber und Tierliebhaber.

3. Warum werden die Eber bei euch NICHT kastriert?  

Bei uns werden die kleinen Eber nicht kastriert, weil wir Ihnen möglichst viel Gutes tun möchten, damit sie Eber voller Leidenschaft und Freude sein können- auch abseits der Sauen.

4. Für welche Tiere kann man eine Patenschaft übernehmen?

 Frida, Trudi, Lotta und Finchen sind Angler Sattelschwein-Sauen, die auf dem Biohof Svensteen gemeinsam mit Friedbert, dem Zuchteber alt werden und mit Glück auch friedlich sterben dürfen. Als Paten-Tiere freuen sie sich besonders auch über Besuch.

Es ist genauso gut möglich, Millie, Cleo, Verena, Erna und Luise, die zarten Schafe des Hofes oder Stina, Smilla oder Suse, die Ziegen des Hofes, in ihrem Leben zu unterstützen. Wir finanzieren hiermit den Bau von Ställen sowie die Versorgung mit Futter