Hello Fresh im Produkttest

Hello Fresh Produkttest

Werbung/unbezahlt

Ob auf dem Muddy Angel Run, dem Stadtfest oder der Nachhaltigkeitsmesse, Hello Fresh ist da. Gesehen oder davon gehört hat wahrscheinlich fast jeder schon mal. Was aber steckt dahinter und wieviel Nachhaltigkeit steckt drin in der Kochbox von Hello Fresh? Das und mehr erfährst du im folgenden Artikel.

Zeitersparnis und Vereinfachung im Haushalt und im Familienleben sind für uns Eltern doch oft sehr gute Argumente, ein Produkt zu kaufen. Ich habe bislang eine Biokiste für euch getestet, das Etepetete Abo und nun zum Abschluss noch die Kochbox von Hello Fresh. Das rundet die Sache ab, und ihr habt drei Entscheidungs- bzw. Orientierungshilfen, ob eines der Abos davon für euch als nachhaltiges Produkt in Frage kommt und euch im besten Falle, noch den Alltag erleichtert.

 Was ist Hello Fresh?

Zunächst einmal versteht sich Hello Fresh als grünes Unternehmen (Telefonat mit dem Kundenservice vom 22.10.18). Es ist ein Lieferservice, der komplette Zutaten für eine bestimmte Anzahl an Gerichten zu dir schickt. Ich habe einmal eine vegetarische Kochbox und einmal die neue Familienbox für euch getestet. Geliefert wurde einmal die Woche und die Box beinhaltete drei Gerichte für ein Woche. Jedes Gericht war für drei Personen portioniert.

Das hat mir gefallen am Hello Fresh Abo:

  • Definitiv Pluspunkte bei der Zeitersparnis. Zutaten so einfach abgepackt, dass es auch Kochen für Dummies heißen könnte. Selbst das Verstauen der Lebensmittel ist mit ein paar wenigen Handgriffen erledigt.

  • Die Beschreibung des Kochens und des Rezepts sind genial einfach.

  • Die Rezepte aus der vegetarischen Kochbox sind klasse, schmecken mir und den Erwachsenen aus meiner Familie richtig gut!

  • Auswahl an Rezepten, aus denen man auswählen kann

  • Bestellprozess einfach und zuverlässig

 

Das hat mir NICHT gefallen am Hello Fresh Abo:

Hello Fresh Produkttest

Müll von einer Kochbox

mit 3 Gerichten für je 3 Personen

  • Verpackung, obwohl Hinweise auf recyceltes Verpackungsmaterial vorhanden sind, ist es von der Menge her viel Plastikmüll. Am Ende konnte ich mit dem Plastikmüll aus einer Hello Fresh Kochbox meinen gelben Sack zu einem Viertel füllen. Das finde ich viel.

  •  Die Zutaten sind teils konventionell und teils bio.

  • Die Kinder in meiner Familie mögen die Rezepte nicht. Sie sind wirklich mal was anderes, aber welches Kind isst schon gerne gefüllte Pilze mit Gemüse oder Pizza mit Rucola? Alternativ kann man die Familienbox bestellen. Das geht dann zwar teilweise besser mit den Kindern, aber so raffiniert finden wir die Gerichte dann auch nicht mehr.

  • Drei Mal die Woche richtig kochen? Das ist nichts für unseren Haushalt. Abends wenn alle zu Hause sind, essen wir nicht mehr warm und mir reicht der Aufwand für ein kaltes Abendbrot mit Käse und co, vielleicht noch Salat oder Rohkost. Geklappt hat das Kochen der Hello Fresh Gerichte am besten am Wochenende, alle sind zu Hause und man hat (theoretisch) Zeit zum Kochen.

Preis: Für die vegetarische Kochbox (für 3 Personen) habe ich mit Gutschein 37,09€ bezahlt (52,99€ bezahlt man ohne Gutschein, Stand: 22.10.18). Für die Familienbox auch für 3 Personen 54,99€. Das sind dann drei Mahlzeiten für je drei Personen in einer Woche. Beim Durchstöbern des Internets bin ich auf einen Artikel gestoßen, der etwas Licht auf die Kosten wirft. Der Autor vergleicht die Preise mit Lebensmitteln, die er im Supermarkt selber gekauft hat und kommt zu dem Schluss, dass die Preise bei Hello Fresh teurer sind. Das prangert der Autor nicht direkt an, vielmehr, dass Hello Fresh es als günstige Alternative gegenüber dem Einkauf beim Supermarkt um die Ecke darstellt. Link zum Artikel: https://www.gruenderszene.de/allgemein/test-hellofresh

Hello Fresh Produkttest

Kundenservice & Transparenz: Endlich habe ich eine Antwort auf meine Frage zu den Kühlakkus. Ursprünglich hieß es von Hello Fresh, die Kühlakkus kann man aufmachen und den Inhalt in den Abfluss kippen. Es sind „nur“ Polymere darin. Welche Polymere das aber sind, wurde nicht geklärt. Wenn ihr das Wort Polymer mal nachschaut, es bedeutet einfach nur: chemischer Stoff, der aus Makromolekülen besteht. Von Hello Fresh wird geschrieben, dass er ungiftig ist, aber Transparenz gegenüber dem Kunden ist meiner Meinung nach etwas anderes.  Nun habe ich noch einmal nachgehakt, was das denn genau für Polymere sind. Da die Beantwortung meiner schriftlichen Anfrage vom Kundenservice etwas gedauert hat und erst gestern kam, habe ich mir vorher schon die Mühe gemacht, eine Telefonnummer rausgesucht und direkt mit dem Kundenservice telefoniert. Wirklich sehr nett und professionell, keine Frage. Allerdings erschien mir die Aussage, sie habe die Liste mit den Details zu den Inhaltsstoffen gerade nicht da, zuerst etwas fadenscheinig. Die Antwort kam dann aber mit der E-Mail vom Kundenservice. Es handelt sich um Natriumpolyacrylat (E-Mail vom 22.10.18). Ich habe in dem Telefonat eine weitere sehr interessante Auskunft bekommen, dass neuerdings die Kühlpacks nicht mehr in den Ausguss geschüttet, sondern sie normal im Müll entsorgt werden sollen.         

Falls ihr auf Hello Fresh auf keinen Fall verzichten möchtet, dann gibt es bei Hello Fresh selbst auf dem Blog noch einen Artikel mit Vorschlägen, was ihr mit der Verpackung alles noch machen könnt.

Fazit: Als nachhaltig empfinde ich die Kochbox von Hello Fresh, vor allem aufgrund der vielen Plastikverpackung nicht, auch die Kühlakkus machen mir Bauchschmerzen. Aber es sind meiner Meinung nach Ansätze in Richtung Nachhaltigkeit zu erkennen. Das Essen der vegetarischen Hello Fresh Box war abwechslungsreich, interessant und hat gut geschmeckt.

Ihr wollt noch einmal nachlesen, welche Erfahrungen ich bei anderen nachhaltigen Abo-Lieferdiensten gemacht habe. Dann könnt ihr hier weiterlesen: