Pink Portraits - Sybille Benedict-Rux

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1.      Wer bist du und was machst du spannendes?

Mein Name ist Sybille Benedict-Rux. Als Autorin/Bloggerin und Illustratorin vermittle ich Informationen und Emotionen durch Wort und Bild. Aber ich bin auch ein durch und durch kreativer Mensch und liebe es, ständig neue Ideen zu entwickeln, neue Techniken zu erkunden und mit meinen Händen etwas zu schaffen. So entstehen dann neben Aquarellbildern häufiger Linoldrucke, aber auch ganz andere Dinge wie Siebdrucke auf Textilien oder sogar Vasen und Gartenskulpturen aus Beton.

2. Wo arbeitest du?

Ich habe das Glück hier ein kleines Atelier mit Blick auf den Garten und ein Gewässer zur Verfügung zu haben. Die Natur inspiriert mich immer wieder zu neuen Motiven und meine Liebe zu ihr und ihren Bewohnern haben schon vor einigen Jahrzehnten dazu geführt, dass ich eine „Ökotante“ und Biogärtnerin geworden bin. In der warmen Jahreszeit arbeite ich dann auch gerne draußen und genieße es sehr, diese Möglichkeit zu haben.

 Quelle: Sybille Benedict-Rux

Quelle: Sybille Benedict-Rux

3. Mit welchen Materialien arbeitest du?

Ich arbeite mit sehr vielen unterschiedlichen Materialien, allen voran natürlich Papier und Farben. Ich nutze wasserlösliche, lösungsmittelfreie Farben. Bei Illustrationen sind das in der Regel Aquarellfarben, für Linoldrucke nutze ich wasserlösliche Linoldruckfarben und für manche Projekte auch schon mal Acrylfarbe.

Bei meinen Siebdruckmotiven auf Textilien greife ich bevorzugt auf fair gehandelte Bio-Baumwolle zurück, die ich mit ungiftiger, nach Ökotex 100 Standard produziert veganer Farbe auf Wasserbasis bedrucke. Die memo AG, die vielleicht einige auch wegen ihres umweltfreundlichen Angebotes im Bereich Büromaterialien, Textilien, Reinigungsmitteln etc. kennen, bietet ein Sortiment an verschiedenen Taschen aus fair gehandelter Biobaumwolle unterschiedlicher Größe und Form an. Diese bedrucke ich dann mit den Farben von Siebdruckland mit meinen Motiven . Oft werden beim Siebdruckverfahren heutzutage die Siebe mit einer Fotoemulsion beschichtet. Da ich keine Chemikalien verwenden möchte, drucke ich mit Papierschablonen, die ich allerdings für jeden Druckgang neu herstellen muss. Da ich ohnehin nur in kleinen Auflagen drucke ist das völlig in Ordnung.

 Quelle: Sybille Benedict-Rux

Quelle: Sybille Benedict-Rux

Wenn ich die Baumwolle vorab färbe, dann mache ich dies mit Pflanzenfarben, die ich auch selber anbaue. Das ist vor allem die Färbertagetes, die einen schönen kräftigen Gelbton gibt, aber ich habe auch schon Färberwaid zu diesem Zweck angebaut. Saatgut für solche Färbepflanzen gibt es zum Beispiel bei Dreschflegel . Die Firma Rühlemann's bietet ein ganz beachtliches Sortiment an Färbepflanzen an.

Bei DIY-Projekten verwerte ich gerne auch bereits benutze Gegenstände wie z.B. bei meinen Betonvasen gebrauchte Glasflaschen oder Gläser.

 

4. Was ist wohl das Ungewöhnlichste/Lustigste an dir und deiner Arbeit?

Das finde ich sehr schwer zu beantworten. Sicher könnten andere sehr viel besser sagen, was an mir oder meiner Arbeit lustig oder ungewöhnlich ist. Ich möchte mich nicht auf einen Stil oder ein Material festlegen und festlegen lassen. Dafür bin ich viel zu neugierig darauf, immer wieder neue Techniken zu entdecken und habe auch ein viel zu großes Bedürfnis möglichst viel selber zu machen.

Vielleicht ist mein Vogeltick auffällig. Zwar liegen mir auch Bienen und andere Tiere sehr am Herzen. Aber wenn es ans Malen oder Drucken geht sind da plötzlich oft Vögel auf dem Papier oder dem Stoff. Ich weiß auch nicht, wo die immer her kommen! Das hat dann auch dazu geführt, dass ich irgendwann eine kleine Blaumeise zu meinem Erkennungszeichen gemacht habe.

 Quelle: Sybille Benedict-Rux

Quelle: Sybille Benedict-Rux

5. Auf welche Art und Weise findet Nachhaltigkeit einen Platz in deinem Leben und/oder deiner Arbeit?

Wir haben das Glück in einer besonders begünstigten Region dieser Erde zu leben und dadurch auch mehr Möglichkeiten auf Nachhaltigkeit zu achten. Für mich wächst aus dieser privilegierten Situation auch eine Verpflichtung, die Ressourcen unseres Planeten zu schützen, da wir, im Gegensatz zu anderen Menschen, die Wahl haben.

Ein paar Beispiele wie wir versuchen nachhaltiger zu leben... Wir bauen einen Teil unserer Nahrungsmittel selber an und beziehen beispielsweise einen weiteren Teil über Gemüseretter. Es ist erschreckend, wie viel Obst und Gemüse gar nicht erst in den regulären Handel gelangt, weil es angeblich zu klein, zu beinig oder was auch immer ist. Wir haben kein Auto, da es für unseren Alltag nicht notwendig ist. Ich habe übrigens auch eine Schwäche für Sonnenenergie und darum haben wir eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. In der wärmeren Jahreszeit bekommen wir Warmwasser durch einen Wärmetauscher, der die Wärme aus der Umgebungsluft nutzt, um das Wasser zu erhitzen. So kann die Heizungsanlage in der Zeit komplett abgeschaltet werden.

Bei meiner Arbeit versuche ich ebenfalls sehr ressourcenschonend zu sein. Ich bemühe mich um möglichst umweltschonende Materialien und einen geringen Verbrauch. Momentan versuche ich meine Papeterie umweltfreundlicher zu gestalten und teste verschiedene Druckereien. Hier geht es also um einen größeren Recyclingpapieranteil, umweltfreundliche Farben und klimafreundlichem Druck bei guter Qualität.

Natürlich gibt es immer noch genug Verbesserungsmöglichkeiten – im privaten wie auch geschäftlich - und wir befinden uns da in einem permanenten Prozess hin zu mehr Nachhaltigkeit.

6. Auf welche Art und Weise findet das Thema Gleichberechtigung einen Platz in deinem Leben?

Gleichberechtigung ist mir sehr wichtig. Es hat sich in dem Bereich zwar einiges getan, doch es gibt in unserer Gesellschaft immer noch subtile Mechanismen, die Frauen nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligen. Ich versuche da vor allem in persönlichen Beziehungen andere Frauen zu ermutigen ihren Weg zu gehen, ihren Wert anzuerkennen und ihre Rechte durchzusetzen – langsam aber beharrlich.

Obwohl ich durchaus auf Demonstrationen gehe, hat es sich bislang noch nicht ergeben, dass ich auf einer Demo für Gleichberechtigung war. Meine Solidarität mit dem Women's March habe ich aber beispielsweise durch den Pussy Hat auf einer meiner Skizzen in meinem Instagram Feed gezeigt.

 Quelle: Sybille Benedict-Rux

Quelle: Sybille Benedict-Rux

Ich unterstütze über eine Hilfsorganisation ein Mädchen in Lateinamerika. An sich hätte es genauso gut ein Junge sein können, denn jedes dieser Kinder hat Unterstützung verdient. Doch da Mädchen in vielen Ländern benachteiligt werden, habe ich mich dann bewusst für ein Mädchen entschieden. Ich bin sicher, dass ich auf diese Weise einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass sich allmählich die Anerkennung von Mädchen und Frauen verbessern wird.

 

7. Wo kann man mehr über dich und deine Arbeit erfahren?

Meine Website ist unter www.wort-kunst.info zu finden. Ich habe auch einen DaWanda-Shop mit einem kleinen Sortiment. Wer meine Aktivitäten auf Facebook verfolgen möchte, findet mich hier. Auf Instagram habe ich sogar gleich zwei Accounts: Unter https://www.instagram.com/Wort_Kunst poste ich vor allem Bilder aus dem Bereich Illustration. Einen bunten Strauß anderer kreativer Dinge zeige ich auf https://www.instagram.com/travemeise. Das sind mal Siebdrucke, Linolstempel, Muster und andere kreative Projekte mit denen ich mich beschäftige.

 

8. Von Sybille für euch:

In meinem Blog habe ich eine kleine Anleitung für „Tierische Ostereier“ gepostet.

Außerdem habe ich für die Leser von Pink Sustainability einen Rabatt in Höhe von 10% für meinen DaWanda-Shop mitgebracht. Der Rabatt ist bis 31.08.18 gültig. Um ihn einzulösen muss einfach der Gutschein-Code PinkSustainability (wichtig: ohne Leerzeichen) eingegeben werden.

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Herzlichen Dank für Euer Interesse!

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